Biofeedback - jetzt neu in der Schmerzordination

Biofeedback - Spiegel der Körperfunktionen

Biofeedback stellt eine Mess- und Erfassungsmethode von normalerweise unbewusst ablaufenden körperlichen und seelischen Prozessen dar und bietet somit die Möglichkeit, diese willkürlich zu verändern. Findet das Biofeedbackgerät in der Therapie Anwendung, hilft es Patienten, bewusst auf ihren Körper Einfluss zu nehmen.

Biofeedback wurde in den 1960er Jahren beinahe zeitgleich in den USA und Russland entwickelt. Ursprünglich sollte es Auskunft über die Beeinflussung des autonomen Nervensystems durch den bewussten Willen geben. Tatsächlich zeigte sich bei den Testpersonen eine operante Konditionierung: Es gelang ihnen beispielsweise, ihre Pulsfrequenz zu verändern, wenn diese durch Klick- oder Lichtsignale hörbar und sichtbar gemacht wurde.

Der Name setzt sich aus den Begriffen Bio (d.h. Körpersignale wie Herzfrequenz, Muskelspannung oder Durchblutung) und Feedback, also Rückmeldung, zusammen. Vor dem Therapiestart zeigt eine Analyse die körperlichen Reaktionen in Ruhe-, Stress- und Erholungsphasen an. Durch die Erstellung eines individuellen Stressmusters werden physiopsychologische Zusammenhänge deutlich – der Patient lernt, zwischen seiner eigenen Entspannung und Angespanntheit zu unterscheiden. Das Biofeedbackgerät wandelt die gemessenen Daten, wie elektrische Leitfähigkeit und Widerstand der Haut, Körpertemperatur, Puls und Blutdruck, Atemfrequenz sowie Gehirnströme, auf einem Bildschirm in ein optisches oder akustisches Signal um und zeigt dem Patienten die Vorgänge in seinem Körper an.

Festlegung und Erreichung eines Therapieziels

In einem zweiten Schritt wird ein Therapieziel festgelegt – das kann beispielsweise eine gleichmäßigere und ruhigere Atmung oder eine Entspannung der Muskeln sein. Welche Technik eingesetzt wird, ist nicht vorgegeben und hängt von der Art des Ziels ab. Soll eine ruhigere Atmung erreicht werden, sind beispielsweise Atemtraining, autogenes Training oder Yoga mögliche Methoden. Die Rückmeldung des Biofeedbackgeräts zur eingesetzten Technik zeigt dem Patienten an, ob er sich dem gewünschten Ziel nähert oder sich davon entfernt und motiviert zum aktiven Training.

Mögliche Einsatzbereiche

Die Bereiche, in denen Biofeedback eingesetzt und eine Besserung der Beschwerden erzielt werden kann, sind vielfältig. Dazu zählt beispielsweise die Behandlung von spastischem Schiefhals, Spannungskopfschmerzen, Migräne, Verspannungen oder Durchblutungsstörungen. Auch eine direkte Beeinflussung von rein psychischen Beschwerden wie Angstzuständen, Depressionen und Burnout sind durch das EEG-Biofeedback, auch Neurofeedback, mit dem Gehirnwellen gemessen werden, möglich. Letztendlich geht es darum, die Einflussnahme auf das vegetative Nervensystem insofern zu perfektionieren, dass sie auch ohne ein Hilfsgerät, im Alltag durchgeführt werden kann, um schwierige Situationen zu meistern und der Entstehung von Beschwerden entgegenzuwirken.

Beitrag teilen:

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,


wir sind von 5. bis 9. Februar 2018 auf Urlaub und daher nur eingeschränkt erreichbar. Selbstverständlich werden wir Ihre Nachrichten auch in dieser Zeit so rasch wie möglich beantworten.

Wir freuen uns darauf, Ihnen ab 12. Februar wieder in unserer Ordination zur Verfügung zu stehen.

Ihr Team der Schmerzordination