Migräne Häufigkeiten Ursachen

Häufigkeit:

Weltweit sind 10 bis 15 Prozent der Erwachsenen von Migräne betroffen - das leider oft ein Leben lang - wobei Frauen häufiger und intensiver an Migräne leiden als Männer. In Österreich sprechen wir von insgesamt rund 10,2 Prozent der gesamten Bevölkerung. Aufgrund dieser Zahl liegt unser Land im unteren Mittelfeld der europäischen Migräne-Länder. Im Bundesländervergleich führen in der Migräne-Statistik Salzburg, Tirol und Vorarlberg, gefolgt von Wien. Eine Häufung der Anfälle findet man zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr, danach nehmen sowohl Stärke als auch Häufigkeit ab. Überraschender Weise sind aber auch ca. 4 Prozent aller Kinder von Migräne betroffen. Migränebedingte Abwesenheit vom Arbeitsplatz wird statistisch mit 270 Tagen pro Jahr angegeben. Auch soziale Beeinträchtigung und Isolation wird regelmäßig beklagt.

Unglaublich daran ist, dass nur die Hälfte der Betroffenen professionelle Hilfe in Anspruch nimmt.

Ursache:

Aus Zwillingsstudien wurde bekannt, dass Migräne eine starke genetische Prädisposition hat. Früher vermutete man, dass es während eines Migräneanfalls zu einem Abfall des Blutflusses im Gehirn kommt. Heute verfolgt man vielmehr die Überlegung, dass neben dem Blutfluss auch der Sauerstoffverbrauch im Gehirngewebe deutlich herabgesetzt ist, was mit einer geringeren Aktivität der Nervenzellen in Verbindung gebracht werden könnte.

Bei einem Migräneanfall sind gewisse Regionen („Migränegeneratoren“) im Hirnstamm und Mittelhirn ungewöhnlich aktiv, was zu einer Überaktivierung des Trigeminus-Nervs führt. In Folge kommt es zu einer Entzündung der Blutgefäße der Hirnhaut und des Nervengewebes, die Neurotransmitter (spezielle Hirnbotenstoffe) und Entzündungsbotenstoffe freisetzt.

Sogenannte innere und äußere „Trigger-Faktoren“ sind zwar nicht die Ursache für Migräne, können aber oft nur in Kombination aus mehreren Faktoren einen Anfall auslösen. Diese  individuellen „Trigger-Faktoren“ sind den Betroffenen in der Regel bekannt, somit ist deren Vermeidung auch einfacher. Die häufigsten Trigger sind: hormonelle Schwankungen, Stress, Störungen des Schlafrhythmus, Alkohol, Nikotin und bestimmte Nahrungsmittel. Um Migräneattacken verhindern zu können, ist es hier besonders wichtig, die PatientInnen über diese Auslöser aufzuklären und gemeinsam mögliche Schritte für eine Anpassung des Lebensstils zu definieren.

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