Migräne

Diagnose: Wie schon im allgemeinen Teil über Kopfschmerzen erwähnt, dienen Untersuchungen wie Computer- oder Magnetresonanztomographie oder Elektroenzephalogramm nur zum Ausschluss von Entzündungen, Tumoren oder Blutungen. Einen „Migräne“-Test gibt es nicht.

Sehr hilfreich für die Diagnose der Migräne, deren Ausprägung, der Wirksamkeit einer Therapie und der individuellen „Trigger-Faktoren“ ist allerdings das Führen eines Kopfschmerztagebuches, welches auch auf der Website der Schmerzordination unter „Dokumente“ zu finden ist. Dieses Tagebuch erleichtert die Diagnose und Untersuchung durch die betreuende ÄrztIn erheblich.  

Therapie:

Migräne ist grundsätzlich nicht heilbar, jedoch mithilfe effektiver Therapie sowie eines reflektierten Lebensstils lässt sich eine akzeptable Lebensqualität erzielen. Wichtig ist es, die medikamentöse Behandlung mit nicht-medikamentösen Therapievarianten zu kombinieren.

Bei den nicht-medikamentösen, prophylaktischen Therapievarianten stehen verschiedene Entspannungstechniken, moderate sportliche Betätigung, Stress- und Schmerzbewältigungstrainings im Vordergrund. Der Stellenwert von Akupunktur wird kontroversiell diskutiert. Bei vielen PatientInnen zeigt die Akupunktur allerdings gute Erfolge, weshalb ein Versuch durchaus gerechtfertigt erscheint.

Während eines akuten Anfalls kann das Aufsuchen eines dunklen und ruhigen Raumes die Beschwerden mindern.

Die medikamentöse Akuttherapie ist heutzutage wegen der Vielzahl der zur Verfügung stehenden Medikamente (NSARs und Triptane), deren Dosierung und Anwendungsform (Tablette, Spray, Zäpfchen, Injektion) sehr individuell. Die mitunter doch deutlichen Nebenwirkungen und Kontraindikationen erlauben aber keine freizügige Verschreibung.

Eine prophylaktische, medikamentöse Therapie kommt nur bei starkem, subjektivem Leidensdruck und mehreren Anfällen pro Monat zum Einsatz. Hier ist man auf die Geduld der Patienten angewiesen - überwiegen doch besonders am Anfang die Nebenwirkungen der medikamentösen Therapie (in erster Linie Betablocker) über den therapeutischen Effekt der Migränebehandlung.

Eine neue Therapielinie setzt Botox mit großem Erfolg ein. Die Botoxtherapie wurde eingesetzt, weil die Substanz, die vorerst nur für die Glättung der Haut verwendet wurde, auch den Migräneschmerz verminderte. Die Ergebnisse waren zwar durchwachsen, dennoch schien der Versuch des Nervengifts als Prophylaxe bei chronischer Migräne aussichtsreich genug. 2008 gab es eine Studie, die beweisen konnte, dass durchschnittlich 8,4 Kopfschmerztage pro Monat weniger bei den betroffenen PatientInnen zu verzeichnen war.

Weitere Informationen rund um das Thema Migräne finden Sie in den Blogbeiträgen der vergangenen und kommenden Wochen.

Die Spezialisten der Schmerzordination klären Sie gerne persönlich über Ihre Schmerzen auf und unterstützen Sie mit individueller Therapie. Für Terminvereinbarungen kontaktieren Sie uns bitte unter info(at)schmerzordination.at oder +43 664 88588 000.

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