Spannungskopfschmerz

 

Spannungskopfschmerzen sind die häufigste Art der Kopfschmerzen. 20 - 30% der Österreicher leidet regelmäßig daran.  Treten die Spannungskopfschmerzen nur gelegentlich auf, spricht man von episodischen Spannungskopfschmerzen. Treten die Schmerzen an mehr als 15 Tagen im Monat auf, spricht man von chronischen Spannungskopfschmerzen.

 

Ursache von Spannungskopfschmerz

Hauptursache für Spannungskopfschmerz ist in aller Regel eine Verspannung der Nacken- und Halsmuskulatur, wie sie bei vermehrtem Stress und Anspannung aber auch Fehlhaltung entsteht. Ebenso führen Probleme mit den Kiefergelenken oder nächtliches Zähneknirschen zu Spannungskopfschmerzen. 

 

Symptome der Spannungskopfschmerzen

Typisches Symptom des Spannungskopfschmerzes sind dumpfe, drückende oder ziehende Schmerzen. Die Schmerzen beginnen meist im Nacken und breiten sich anschließend über den gesamten Kopf aus. Körperlicher Anstrengung verstärkt  im Gegensatz zu Migräne die Schmerzen nicht weiter. Die Schmerzen dauern von wenigen Stunden bis zu mehreren Tagen.  Die Gefahr einer Schmerzspirale droht bei dauerhaften Anspannung der Nackenmuskulatur. Dann werden Schmerzrezeptoren aktiviert und Kopfschmerzen ausgelöst. Diese Schmerzen verstärken häufig noch vorbestehende Verspannungen in diesem Bereich. 

 

Therapie von Spannungskopfschmerz

Tritt der Spannungskopfschmerz nur unregelmäßig auf, werden von den Betroffenen mit Erfolg leichte Schmerzmittel (wie z.B. Paracetamol, Aspirin® oder Thomapyrin®) verwendet. Unterstützend empfehlen wir Physiotherapie zur Entspannung der Nackenmuskulatur. Sind die Kopfschmerzen jedoch bereits chronisch, benötigt man eine professionelle Schmerztherapie vom Schmerzspezialist. Schmerzmittel sollten beim chronischen Kopfschmerz an maximal 10 Tagen im Monat eingenommen werden, da ansonsten die Gefahr eines medikamenteninduzierten Kopfschmerzes droht. Neben den klassischen Schmerzmitteln kommen auch Antidepressiva oder Neuroleptika zur Schmerztherapie zum Einsatz.

 

Unterstützend zur medikamentösen Behandlung ist Biofeedback, Muskelentspannung, autogenes Training und einer Änderung der Lebensgewohnheiten (gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf, genügend Bewegung, Reduktion von Stress) in vielen Fällen sinnvoll.  

 

Risiko chronischer Spannungskopfschmerz

Ein chronischer Spannungskopfschmerz entwickelt sich aus einem episodischen, nicht ausreichend behandelten, Spannungskopfschmerz. Sind neben den Kopfschmerzen noch weitere Risikofaktoren wie z.B. Depressionen vorhanden, erhöht sich das Risiko nochmals. Neben den Kopfschmerzen können auch zusätzliche Symptome wie Übelkeit oder Schwindelgefühle hinzukommen.

 

Um der Ausbildung eines Schmerzgedächtnisses vorzubeugen, sollten Sie möglichst frühzeitig einen erfahrenen Schmerzspezalisten aufsuchen. 

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